Zwölf Jahre 
STARKE PFERDE
Rückblick
Eigentlich war es gar kein richtiges Jubiläum, das diese Zeitschrift mit der Ausgabe Nr. 40 im Dezmeber 2006 feierte, denn ihre Geburtsstunde lässt sich nicht so einfach und genau rekonstruieren.
Unfreiwilliger Geburtshelfer war jedenfalls Erich Degreif, damaliger Herausgeber der mittlerweile eingestellten Zeitschrift „Das Zugpferd", Wegbereiter für die Renaissance des Zugpferdegedankens in Deutschland und vor zehn Jahren noch Vorsitzender der Interessengemeinschaft Zugpferde. Seine damalige Weigerung, Artikel der IGZ-Landesgruppe Nordrhein-Westfalen in seiner Zeitschrift, die auch Mitgliederzeitschrift der IGZ war, zu veröffentlichen, führte zur Suche nach Alternativen.
Als Ergänzung zur „Zugpferd" entstand so ein kleines Mitgliederheftchen im A5-Format mit dem Namen „IGZ-INFO", für das ich verantwortlich zeichnete. Es wurde vom 1996 neu gegründeten IGZ-Landesverband NRW herausgegeben und bereits 1997 mit der dritten Ausgabe vom IGZ-Bundesverband als neue Mitgliederzeitschrift übernommen.
Erstmals erschien das Blättchen im Herbst 1998 unter dem Namen STARKE PFERDE, und gleichzeitig konnten seitdem auch Nichtmitglieder die Zeitschrift im Abonnement beziehen.
Mit der Einstellung des Erscheinens der Zeitschrift „Das Zugpferd" ergaben sich neue Perspektiven. Was nie geplant war, im Frühjahr 2000 wurde es Realität: Die Zeitschrift STARKE PFERDE erschien im eigenen Verlag. Die enge Verbundenheit mit der IGZ blieb bestehen, redaktionell und finanziell jedoch ist die Zeitschrift seitdem unabhängig. Ihr „Startkapital": 155 Abonnenten, 480 IGZ-Mitgliederexemplare und die Unterstützung durch die IGZ.
Heute liegt die Auflage knapp unter 10.000 Exemplaren und die Steigerungsrate hält ungebrochen an. Abonnenten und Leser hat die STARKE PFERDE mittlerweile in 26 Ländern. Seit der Ausgabe 25 (1/03) ist sie in Deutschland an Bahnhofskiosken erhältlich.
Die „Erfolgsstory" dieser Zeitschrift wäre nicht möglich ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer, Unterstützer, Artikelschreiber …Stellvertretend möchte ich an dieser Stelle hervorheben: Anke Burgath mit ihrer Zugpferdebörse; Lilo Müller, die Lektorin der ersten Stunde; die langjährige Aboverwalterin Ilona Ehlert; Reinhard Scharnhölz der Fachartikelschreiber und natürlich meine Lebensgefährtin und „Chefkritikerin" Karla Ebert. Nicht vergessen möchte ich die beiden Anzeigenkunden, die seit 1997 ununterbrochen in der STARKE PFERDE annoncieren: der Fahrstall Eichengrund von Martin Peters und Lothar Suppus von der VTV-Versicherung.
Der Verlag heute
Um es vorweg zu nehmen: Wer sich den Starke Pferde-Verlag als großes Unternehmen in der Zeitschriften-Branche vorstellt, mit großem Redaktionsstab und Mitarbeiterteam und entsprechendem Kapital im Hintergrund, der liegt völlig daneben.
Als Herausgeber und Verleger dieser Zeitschrift bin ich zugleich Journalist, Fotograf, Redakteur, Layouter und Druckvorlagenhersteller in einer Person. Bis vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich sogar Buchführung, Aboverwaltung und den Buchversandhandel noch selbst betrieben, und so ganz nebenbei bin ich auch noch für die Pferdearbeit in unserer Landwirtschaft zuständig …
Vielleicht kann sich jetzt der ein oder andere, der sich darüber beschwert hat, dass ich seinen Betrieb oder seine Veranstaltung (noch) nicht besucht habe und dies vielleicht persönlich nimmt, verstehen, woran das liegen könnte…?
Eine große Hilfe und Entlastung sind seit einigen Jahren Marion Koch und Helga Kuchenbecker, denen die freundlichen Stimmen gehören, die Sie in der Regel am Telefon begrüßen, wenn Sie die Verlagsnummer anwählen. Ob Sie Buchbestellungen oder Adressänderungen für Ihr Abo durchgeben, sich beschweren oder Lob loswerden wollen oder was auch immer: Bei den beiden finden Sie Gehör.
Mittlerweile kann sich die STARKE PFERDE auch auf einen festen Stamm freier Mitarbeiter stützen, die regelmäßig für die SP schreiben und einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Zeitschrift attraktiv, informativ und möglichst aktuell zu gestalten.
Die STARKE PFERDE lebt von den Anregungen, Zuschriften und der Mitarbeit ihrer Leser.
Und Sie als Leser prägen mit ihren Zuschriften und Anregungen weitgehend das Bild und den Inhalt „Ihrer" Zeitschrift.
Jede Ausgabe fällt etwas anders aus. Dem einen sind zu viele Berichte über Zucht drin, dem anderen sind es immer noch viel zu wenig. Der eine will am liebsten nur Berichterstattungen über professionelle Pferdearbeitsbetriebe und moderne Pferdetechnik, der andere beschwert sich, dass die STARKE PFERDE kein Kaltblut-Reiter-Magazin ist. Die Interessen der Leserschaft sind so weit gestreut, dass manchmal der Eindruck entstehen könnte, es gäbe keinen gemeinsamen Nenner. Aber ganz offensichtlich gibt es ihn: das Interesse an und die Liebe zu den Kaltblut- und Zugpferden.
Der wachsende Zuspruch zeigt, dass die STARKE PFERDE mit ihren Inhalten und Themenschwerpunkten bisher nicht so völlig falsch gelegen haben kann.
Aber wir sind auch lernfähig, offen für konstruktive Kritik und bemüht, diese Zeitschrift ständig zu verbessern.
Ihnen und Ihren Pferden nur das Beste
wünscht
Erhard Schroll
|